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Start blaue Klangtherapie Didgeridoo und Mukoviszidose
Didgeridoo und Mukoviszidose
Didgeridoo spielen als Ergänzung zur Physiotherapie

Wirkung des Didgeridoospielens bei Kindern und Jugendlichen mit Mukoviszidose

Quelle: www.inken-pferdeosteopathie-kiel.de/app/download/4004678402/Muko.info+2010.04.pdf

Ein Element der Therapie der cystischen Fibrose ist die Physiotherapie zur Sekretclearance. Die verwendeten Verfahren sind für den Patienten zeitaufwendig, bedürfen der Anleitung und Schulung und stellen so häufig eine Belastung im Alltag des Patienten dar.

Das Didgeridoo ist das Musikinstrument der australischen Ureinwohner. Es ist ein Blasinstrument, welches aufgrund der einfachen Erlernung der Spieltechnik und der individuellen Klanggestaltung  einen sehr hohen Motivationscharakter aufweist. Außerdem werden beim Didgeridoospielen unbewusst Techniken angewandt, die mit physiotherapeutischen Maßnahmen aus der Mukoviszidosebehandlung vergleichbar sind.

Überraschende Parallelen finden sich bei dem Vergleich des VRP-1, der sich zusätzlich zu der expiratorischen Stenose das Prinzip der oszillierenden Luftsäule zu eigen macht und damit eine verbesserte Sekretolyse bewirkt, und dem Didgeridoospiel. Auch beim Didgeridoospielen entsteht während der Tonbildung ein kontrollierter Ausatemstrom, der gegen einen Widerstand abgegeben wird. Zudem entsteht beim Spiel eine schwingende Luftsäule, welche sich spürbar bis in die Bronchien fortsetzt. Die Töne der Grundfrequenz liegen etwa bei 70Hz.

Eine 2008/2009 auf Amrum in der Fachklinik "Satteldüne" durchgeführte kontrollierte Untersuchung des Didgeridoospielens bei Kindern und Jugendlichen mit Mukoviszidose hat ergeben, dass regelmäßiges Didgeridoospielen bei einigen Probanden einen positiven Effekt auf einzelne Parameter der Lungenfunktion hat. An der vierwöchigen Untersuchung nahmen insgesamt 24 Kinder und Jugendliche, die nicht positiv auf Pseudomonas Spezies getestet waren, teil.

In Kombination mit einer verbesserten Lebensqualität, die aufgrund von mehr Spass und Motivation an der Sekretolyse durch das Didgeridoospielen erreicht wird, ist dieses Instrument eine sinnvolle Ergänzung der physiotherapeutischen Therapieinhalte.

Inken Kaak (geb.Voges) M.Sc. PT, P D Dr. med Tobias Ankermann (Klinik für allgemeine Pädiatrie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel

 

weitere Artikel zum Thema:

Publikationen http://inken-pferdeosteopathie-kiel.de/humanphysiotherapie/

 

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 17. November 2011 um 15:01 Uhr
 


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